Der ökumenische Friedensweg

Traditionell wurde die Ökumenische Friedensdekade 2018 in Bodelshausen mit dem Friedensweg eröffnet. An drei verschiedenen Stationen: Rathaus-Katholische Kirche-Evangelisches Gemeindehaus beschäftigten sich Friedensbewegte aller Altersgruppen mit dem diesjährigen Thema: Krieg 3.0. Es wurde deutlich, dass digital geführte Kriege mit Robotern den Frieden in der Welt noch stärker bedrohen, als bisher. Im Erinnern an den 80. Gedenktag der Reichspogromnacht (Beginn der systematischen Ermordung von Millionen jüdischer Mitbürger in Deutschland) galt es zu bekennen: Nie wieder „Antisemitismus“. Am 11. November 2018 ging der 1. Weltkrieg zu Ende mit Millionen Toten, Verstümmelten, Hungernden. Damals waren auch christliche Kirchen und Prediger Kriegsbefürworter und missbrauchten das Evangelium Jesu Christi als Rechtfertigung für die Ermordung ihrer Feinde. Die Mahnung dieses gotteslästerlichen Kriegs ist eindeutig: Nie wieder Krieg! Im Namen Gottes und im Namen Jesu gibt es nur einen Friedensauftrag an alle Geschöpfe: Shalom! Friede sei mit dir!
Erschreckend für alle Friedensbewegte war auch die Erinnerung an das rechtsradikale Ereignis im Sommer in der Dionysiuskirche: Unbekannte hatten die offene Kirche verwüstet und in der Gebetsschale aus Teelichtern ein Hakenkreuz angebracht. Nach Auskunft der Kriminalpolizei, die bisher keine Hinweise ermitteln konnte, passiert dies öfters und wird inzwischen von beträchtlichen Teilen der Bevölkerung gleichgültig hingenommen. Beim gemeinsamen Weg mit den Friedenskerzen und beim Sprechen des Friedensbekenntnisses von Seoul „Ich glaube nicht, dass Kriege unvermeidbar sind, dass Friede unerreichbar ist…Ich glaube, dass Gott für die Welt eine Ordnung will, die auf Gerechtigkeit und Liebe gründet und dass alle Männer und Frauen gleichberechtigte Menschen sind…“   waren sich alle einig, dass Frieden mutig gewollt, bekannt und eingeübt werden muss.
Zum Friedensweg gehören auch die Gottesdienste am Volkstrauertrag und am Bußtag.